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KUNO: Betrugsfälle bei Zahlung mit Karte vermindern 07. Aug 2008

KUNO ist die Abkürzung für “Kriminalitätsbekämpfung im Unbaren Zahlungsverkehr unter Nutzung nichtpolizeilicher Organisationsstrukturen”. Hinter dieser recht schwer verständlichen Beschreibung verbirgt sich aber ein umso einfacheres und sehr wirkungsvolles Sicherheitssystem.

Wie funktioniert KUNO?
Die sog. KUNO-Sperrdatei wird von Polizeidienststellen aller Bundesländer mit Informationen über angezeigte Kartendiebstähle/-verluste gefüllt, um den Einsatz dieser Karten in angeschlossenen Unternehmen vor allem des Einzelhandels zeitnah zu verhindern. Zu diesem Zweck werden ausschließlich Bankdaten (Bankleitzahl, Kontonummer und – falls bekannt – Kartenfolgenummer) an die KUNO-Sperrdatei gemeldet und von dieser an Betreiber des ec-Lastschriftverfahrens weitergeleitet. Von der Polizeidienststelle erhalten die Anzeigenden bei der Meldung Informationen, ob diese Daten in das KUNO-Sperrsystem weitergeleitet wurden.
Das Konto des Anzeigenden ist dann bei diesen Unternehmen gesperrt. Durch Nachmeldung der sog. Kartenfolgenummer, über die ein Merkblatt informiert, das der Anzeigende bei der Polizeidienststelle erhält, wird die Kontensperre in eine Kartensperre umgewandelt, so dass der Einsatz anderer oder später neu ausgestellter Karten, die an das Konto gebunden sind, ermöglicht wird.
Der Anzeigende ist in jedem Fall zusätzlich verpflichtet, den Diebstahl/Verlust der Karte unverzüglich bei seinem kontoführenden Kreditinstitut zu melden, damit die Karte auch für Verfügungen an Geldausgabeautomaten oder für Zahlungsverfahren mit Einsatz der Geheimnummer (sog. electronic cash) gesperrt werden kann.

Liest sich interessant, da könnte man sich ja bei seiner Bank mal über KUNO informieren und sich beraten bzw. aufklären lassen.

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